Menschen werden im Umfeld des Berliner CSD angegriffen und Taras Maygutiak von der AfD nutzt den Angriff für das, was offenbar wichtiger ist als Mitgefühl: den nächsten rechten Kulturkampf. Er spricht zunächst von einer „tragischen Tat“ - wenige Zeilen später folgen verächtlich machende Worte: „rosa Röckchen“, „Schwulenparade“ und Häme über queere Menschen.
Gleichzeitig nutzt Maygutiak den Angriff, um gegen den Islam als Ganzes zu hetzen. In den Kommentaren wird die Pauschalisierung noch deutlicher: Aus „islamistisch“ wird ganz bewusst „islamisch“. Das Muster ist durchschaubar: Queere Menschen verhöhnen, Muslim*innen pauschalisieren, Minderheiten gegeneinander ausspielen und einen Angriff dafür instrumentalisieren.
Unsere Haltung als Aufstehen gegen Rassismus Offenburg ist klar: Wir benennen islamistische Gewalt, wir stellen uns gegen Queerfeindlichkeit und wir stellen uns gegen antimuslimischen Rassismus.
Menschenfeindlichkeit wird nicht dadurch besser, dass sie sich gegen die vermeintlich „Richtigen“ richtet. Unser Mitgefühl gilt dem verletzten Menschen und allen, die von diesem Angriff betroffen sind: Gegen Hass und Hetze. Gegen das Ausspielen von Minderheiten.
Solidarität mit allen Betroffenen.


