Femizid in Offenburg

Ein Mann tötet seine Ex-Partnerin und erschießt dann sich selbst. Statt über Gewalt gegen Frauen zu sprechen, wird von der AfD der Begriff "Femizid" verhöhnt. In den Kommentaren zu einem menschenverachtenden Post von Stadtrat Taras Maygutiak wird daraus sogar ein angeblicher „Türkizid“ gemacht. So funktioniert rechte Stimmungsmache: Das Leid eines Opfers wird instrumentalisiert, um rassistische Narrative zu verbreiten.

 

Doch "Femizid" ist kein Kampfbegriff. Der Begriff beschreibt ein Muster: Statistisch betrachtete, wird jeden Tag in Deutschland eine Frau getötet, weil sie eine Frau ist, die sich männlicher Kontrolle entzieht. Weil AfD-Funktionäre wie Maximilian Krah die patriarchale Unterwerfung von Frauen fordern, braucht es Aufklärung, Prävention und wirksamen Schutz für Frauen, nicht Ablenkung durch Altherrenwitze.

 

Gewalt gegen Frauen ist auch kein Kulturkampf: Sie ist ein gesellschaftliches Problem, das als solches klar benannt und entschieden bekämpft werden muss, unabhängig von der Herkunft des Täters.

 

Wenn du von Gewalt betroffen bist oder Unterstützung brauchst:

Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“

116 016

Kostenlos, anonym, 24 Stunden erreichbar.

 

www.hilfetelefon.de