Nach unserem Vortrag in Lahr über rechte Netzwerke in der Ortenau wurde öffentlich kritisiert, dass AfD-Funktionäre und rechte Akteure ausgeschlossen waren.
Rechte Ideologie ist aber keine „normale“ Meinung, die Teil eines demokratischen Austauschs sein könnte. Rechte Akteure nutzen solche Veranstaltungen überall im Land gezielt, um Räume zu dominieren, Betroffene einzuschüchtern und menschenfeindliche Positionen als legitimen Teil des gesellschaftlichen Diskurses erscheinen zu lassen.
Wer seit Jahren rechte Strukturen dokumentiert, Drohungen erlebt oder Angriffe von rechts erfährt, schuldet Faschisten keine Bühne und keine Debatte.
Besonders problematisch ist die Vorstellung, man müsse die AfD unbedingt „im Diskurs halten“. Genau diese Normalisierung hat dazu beigetragen, dass sich der Diskurs rechter Positionen immer weiter verschieben konnte - bis weit in die gesellschaftliche Mitte hinein.
Wir diskutieren nicht darüber, ob bestimmte Menschen weniger wert sind. Wir diskutieren nicht mit denen, die demokratische Rechte abbauen wollen. Während ständig „Dialogbereitschaft“ gegenüber rechten Akteuren eingefordert wird, müssen Betroffene von Rassismus, Antisemitismus, Queerfeindlichkeit und rechter Gewalt täglich mit den realen Konsequenzen leben.
Deshalb bleibt unsere Haltung klar:
- Keine Bühne für rechte Ideologie.
- Keine Relativierung.
- Keine falsche Neutralität.
Wer rechte Hetze toleriert, stärkt sie. Wer ihr widerspricht, verteidigt mutig unsere Demokratie!



