AfD greift Jugendarbeit in Offenburg an

Der Offenburger AfD-Stadtrat Taras Maygutiak behauptet im Offenblatt, es gebe "politische Indoktrination“ in der städtischen Jugendarbeit. Er fordert "Neutralität” und diffamiert dabei ganz konkret uns, Aufstehen gegen Rassismus Offenburg, als "linksextremen Haufen“. Gemeint ist unsere Gedenkarbeit.

Wir stellen richtig: Maygutiak hat mal wieder nichts verstanden oder verdreht bewusst die Tatsachen, denn Jugendarbeit bedeutet natürlich auch, über Rechtsextremismus, Rassismus oder demokratiegefährdende Politik zu sprechen. Dasselbe gilt für Gedenkarbeit. Wenn unser Grundgesetz angegriffen wird, gibt es keine Neutralität.

Was wir tun: Wir erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus, organisieren Veranstaltungen und Gedenken, engagieren uns gegen Rassismus, Antisemitismus und Demokratiefeinde, damit die Geschichte von Verfolgung und Ausgrenzung in Offenburg nicht vergessen wird. Diese demokratische Jugendarbeit als „Indoktrination“ zu bezeichnen, verdreht bewusst die Realität.

Wir aber lassen uns von der AfD nicht einschüchtern: Die Vorwürfe sind ein durchschaubarer und lächerlicher Versuch, die bundesweite AfD-Kampagne gegen Demokratieförderung auch nach Offenburg zu tragen. Besonders alarmierend ist, dass solche Angriffe ausgerechnet im Offenblatt – dem offiziellen Amtsblatt der Stadtverwaltung – immer wieder eine Bühne bekommen.